Newsfabrikanten - Schweizer Medien zwischen Tamedia und Tettamanti
Die Konzerne erobern die Schweizer Medienmacht. Gratisblätter werden von immer weniger und immer billigeren Journalisten produziert. Die Werbung nimmt gezielt Einfluss auf redaktionelle Inhalte. Inszenierte Storys verdrängen in den neuen Zeitungsformen relevante Informationen. Die ökonomische Expansionspolitik der Konzerne bedroht direkt die Meinungsfreiheit. In einer präzisen und unterhaltsamen Analyse schildern die Autoren, wie die Meinungsvielfalt in Gefahr gerät, wenn weniger Konzerne die öffentliche Berichterstattung in ihren Medien bündeln und nach Belieben formen.
Richard Aschinger gehört im politischen Journalismus der Schweiz seit vielen Jahren zu den bekannten kritischen Stimmen. Beim Zürcher "Tages-Anzeiger" war er als Bundeshaus- und USA-Korrespondent des Zürcher tätig, beim Berner "Bund" als Ressortleiter Inland und als Autor in den Bereichen Inland, Wirtschaft und Lokales. Über viele Jahre hat er sich dort auch intensiv mit der Entwicklung der Schweizer Medienlandschaft beschäftigt. Heute arbeitet er als freier Publizist in Bern. 2006 erhielt er den "BZ"-Preis für Lokaljournalismus.
Christian Campiche ist einer der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten der französischen Schweiz. Unter anderem beim renommierten "Journal de Genève", beim Magazin "Bilan" und heute bei der Freiburger "Liberté" profilierte er sich als hartnäckiger Rechercheur. Campiche engagiert sich seit Jahren für einen unabhängigen Journalismus. Er gehört zu den Gründern der Gruppe "Info en danger", die sich gegen Kommerzialisierung in den Medien wehrt. Er ist Chefredaktor des französischsprachigen Medienmagazins "Edito" und betreibt die Online-Informationsplattform www.lameduse.ch.